Lieber Leser,
wenn du dieses Buch zur Hand genommen hast in der Hoffnung, darin Zerstreuung und Vergnügen zu finden, dann liegst du leider völlig falsch. Die Geschichte fängt zwar ganz heiter an, weil die Baudelaire-Geschwister zu ihrem lustigen Onkel in ein Haus voller interessanter Reptilien kommen, aber lass dich nicht täuschen. Wenn du schon einmal etwas von den Baudelaire-Geschwistern gelesen hast, dann solltest du wissen, dass auch scheinbar erfreuliche Ereignisse in ihrem Leben immer nur in Unglück und Verzweiflung enden.
In diesem Buch bekommen es die Baudelaire-Kinder mit schrecklichen Gerüchen, einem Autounfall, einer tödlichen Schlange, einem langen Messer und mit einer Person zu tun, von der sie gehofft hatten, sie nie wieder sehen zu müssen.
Meine beklagenswerte Aufgabe ist es, von diesen traurigen Ereignissen zu berichten, aber du hast die freie Wahl: Du kannst dieses Buch zur Seite legen und etwas Lustiges lesen.
Hochachtungsvoll
Lemony Snicket
Hier gibt es noch eine Leseprobe. Auf dieser Seite gibt es auch Leseproben der anderen 12 Bände.
Inhalt:
Die drei Waisenkinder Violet, Klaus und Sunny Baudelaire, deren Eltern bei einem Feuer, das auch die Baudelaire-Villa zerstörte, ums Leben gekommen waren, werden von Mr. Poe, einem Freund der Familie und Angestellten bei der Bank „Vereinigte Vermögensverwaltung“, welche das Vermögen und Erbe der Kinder verwaltet, zu ihrem neuen Vormund gebracht: zu Dr. Montgomery Montgomery, einem Herpetologen und liebenswerten Menschen. Dieser hat vor, mit den Kindern eine Expedition nach Peru zu unternehmen, um dort nach neuen Reptilien zu suchen. Zum ersten Mal seit langem fühlen sich die Kinder wieder geborgen und glücklich.
Als Gustav, der Assistent des Professors, unerwartet kündigt, scheint das Unternehmen zunächst in Gefahr, doch glücklicherweise findet Onkel Monty bald Ersatz in Stefano, einem Mann, von dem die Kinder gehofft hatten, ihn nie wieder sehen zu müssen. Es handelt sich um Graf Olaf, einen Mann, der den Waisen breits in der Vergangenheit große Probleme bereitete und dem jedes Mittel recht ist, um an das gewaltige Vermögen der Baudelaires in die Finger zu bekommen. Die Versuche der Kinder ihren Onkel auf die wahre Identität Stefanos hinzuweisen, werden von diesem des öffteren erfolgreich vereitelt, da er einen besonderen Plan hat: Olaf versucht, mit den Kindern und ohne Onkel Monty nach Peru zu gelangen – und tut alles dafür, um dieses Ziel zu erreichen...
Über den Autor:
Bei Lemony Snicket handelt es sich in wirklichkeit um das Pseudonym eines Mannes namens Daniel Handler. Handler gibt sich bei öffentlichen Auftritten oft als Representant oder Assistent von Lemony Snicket aus und erfindet teilweise seltsame Ausreden und Entschuldigungen für das Fernbleiben seines „Chefs“.
Geboren wurde er am 28. Februar 1970 in San Francisco, ansonsten ist über sein Privatleben so gut wie nichts bekannt.
Neben seiner Tätigkeit als Autor ist Daniel Handler („Lemony Snicket“) Musiker und zeitweise Mitglied einer Band namens Magnetic Fields aus New York, auf deren Album 69 Love Songs er das Akkordeon spielt.
Sonstiges zum Buch:
- Verlag: Manhatten Verlag, in Deutschland erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag (München)
- Englischer Originaltitel: A Series of Unfortunate Events – The Reptile Room
- ISBN: 3-442-54580-3
- Preis : 13,00 € (in Deutschland)
- 188 Seiten
- „Das Haus der Schlangen“ ist der zweite Band aus der 13-teiligen Buchreihen „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“
- weitere Bände:
Band 3: Der Seufzersee
Band 4: Die unheimliche Mühle
Band 5: Die Schule des Schreckens
Band 6: Die dunkle Allee
Band 7: Das düstere Dorf
Band 8: Das schaurige Spital
Band 9: Der grausige Jahrmarkt
Band 10: Der finstere Fels
Band 11: Die grimmige Grotte
Band 12: Das haarsträubende Hotel
Band 13: Das erstaunliche Ende
Diese Angaben beziehen sich auf die gebundene Ausgabe, die Taschenbücher besitzen außerdem andere Titel.
Meine Meinung zum Buch:
Im Grunde genommen kann ich zum zweiten Band der Buchreihe nur dasselbe sagen wie zu Band 1: Ich liebe es! Das Buch ist lustig und zum Teil ein bisschen ironisch geschrieben, liest sich flüssig und die Idee, die hinter der gesamten Buchreihe steckt, gefällt mir ebenfalls ziemlich gut. Auch die Gestaltung von Buchdeckel und Buchblock finde ich wirklich schön; die wenigen Bilder und kleinen Zeichnungen, mit denen jedes Kapitel beginnt, gefallen mir auch wirklich gut.
Ich finde das Buch genauso toll wie die anderen Bände auch und kann es wirklich nur empfehlen.
Zum Film:
Die ersten drei Bände der Buchreihe wurden zusammengefasst und unter dem Titel
„Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“ und verfilmt.
Die Hauptrollen spielten u.A. Jim Carrey (Graf Olaf), Billy Conolly (Onkel Monty) und Meryl Streep (Tante Josephine; taucht erst im dritten Band, „Der Seufzersee“, auf).
Kritiken:
Carsten Baumgart schreibt auf filmstarts.de: „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“ ist keine zwingende, aber eine denkbare Alternative für Kinofreunde, denen „Harry Potter“ zu glatt gebügelt und brav ist. Brad Silberling gelang eine skurrile, bizarre und unterkühlt witzige Mär, die zwar alle Altersschichten anspricht, aber nur für Erwachsene in aller Vielfältigkeit der Details zu begreifen ist.“
„Fantastischer Film voller märchenhaft-skurriler Welten und Kulissen, der die literarischen Geschichten... in ebenso abenteuerliche und unheimliche wie hintergründige und pointiert böse Episoden umsetzt. Für Fantasy-Liebhaber ein Genuss, für jüngere Kinder eher noch eine Mutprobe.“
– Lexikon des internationalen Films
Meiner Meinung nach ist der Film recht gut gemacht, natürlich nicht ganz so ausführlich, da drei Bände zusammengefasst wurden, aber dennoch sehr gut ans Buch angelehnt und damit eine der besten Buchverfilmungen, die ich kenne.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen