Inspiriert wurde der Text von diesem Lied: Mad World - Version von Gary Jules
Es lohnt sich, das Lied nebenher zu hören. :) Und falls es euch bekannt vorkommen sollte: Es gehört zum Soundtrack von Donnie Darko. Toller Film. <3
Aber nun zum Text selbst. Wie gesagt, er ist nur vom Lied inspiriert und ich weiß, dass "mad" eigentlich "verrückt" heißt.
So. Genug Geplapper. :)
Graue Welt
Jeden Morgen mache ich mich auf den Weg. Dieselbe Strecke, dieselben Gebäude, dieselben Menschen; jeden Tag sehe ich sie, verblasst, grau, ausgewaschen von den ewigen Abläufen der Zeit. Sie gehen an mir vorbei, schauen nicht links, nicht rechts; stumpfsinnig und müde schreiten sie an allem vorüber, was noch lebt.
Wenn ich an ihnen vorübergehe, fühle ich mich, als wäre ich allein auf der Welt. Alle anderen sind so unendlich müde, beinahe tot. Sie verrichten ihre Arbeit, essen, trinken, atmen... und doch leben sie nicht. Ihre aschgrauen Gesichter starren regungslos geradeaus, sie scheinen versunken in etwas, das zu groß, zu mächtig ist, um begriffen zu werden.
Ich versuche, sie zu ignorieren, versuche, mich nicht von ihnen beeinflussen zulassen, doch sie erdrücken mich beinahe, verhindern, dass ich mich verstecken kann. Wie lange soll es noch so weitergehen?
Auf eine gewisse, unheimliche Art muss es fast schon komisch aussehen. Eine graue Stadt, graue Menschen, graue Zeit. Graue Zeit.
Eine Geisterstadt voller aschgrauer Geister, aschgrauer Träume, aschgrauer Schicksale.
Ich frage mich, wie lange es noch so weitergehen soll; jeden Morgen, wenn ich an den Geschäften, den Bürogebäuden und imposanten Kunstwerken aus staubgrauem Stein vorbeigehe.
Sollte ich es jemandem erzählen?
Nun... wer würde mir schon glauben? Vermutlich sieht es überall so aus. Aschgraue Welt.
Niemand würde mir zuhören, niemand würde versuchen, etwas zu ändern.
Alles, was existiert ist grau. Aschgrau und abgestumpft. Erinnert sich überhaupt noch jemand an alles, was früher war? An all die Farben?
Nachts, wenn ich träume, dann sehe ich sie. Rot, Gelb, Blau, Grün.
Leidenschaft, Freude, Ruhe... Hoffnung. Und wenn ich aufwache, dann... vergesse ich. Nur ein blasser Abdruck wie eine alte Narbe bleibt zurück, eine schwache Erinnerung an all diese Regenbogenfarben. Doch ich spüre, wie sie verheilt. Jede Narbe verblasst eines Tages, verschwindet schließlich ganz.
Und ich spüre, dass auch ich mich langsam verwandle.
Aschgrau.
Wenn ich an ihnen vorübergehe, fühle ich mich, als wäre ich allein auf der Welt. Alle anderen sind so unendlich müde, beinahe tot. Sie verrichten ihre Arbeit, essen, trinken, atmen... und doch leben sie nicht. Ihre aschgrauen Gesichter starren regungslos geradeaus, sie scheinen versunken in etwas, das zu groß, zu mächtig ist, um begriffen zu werden.
Ich versuche, sie zu ignorieren, versuche, mich nicht von ihnen beeinflussen zulassen, doch sie erdrücken mich beinahe, verhindern, dass ich mich verstecken kann. Wie lange soll es noch so weitergehen?
Auf eine gewisse, unheimliche Art muss es fast schon komisch aussehen. Eine graue Stadt, graue Menschen, graue Zeit. Graue Zeit.
Eine Geisterstadt voller aschgrauer Geister, aschgrauer Träume, aschgrauer Schicksale.
Ich frage mich, wie lange es noch so weitergehen soll; jeden Morgen, wenn ich an den Geschäften, den Bürogebäuden und imposanten Kunstwerken aus staubgrauem Stein vorbeigehe.
Sollte ich es jemandem erzählen?
Nun... wer würde mir schon glauben? Vermutlich sieht es überall so aus. Aschgraue Welt.
Niemand würde mir zuhören, niemand würde versuchen, etwas zu ändern.
Alles, was existiert ist grau. Aschgrau und abgestumpft. Erinnert sich überhaupt noch jemand an alles, was früher war? An all die Farben?
Nachts, wenn ich träume, dann sehe ich sie. Rot, Gelb, Blau, Grün.
Leidenschaft, Freude, Ruhe... Hoffnung. Und wenn ich aufwache, dann... vergesse ich. Nur ein blasser Abdruck wie eine alte Narbe bleibt zurück, eine schwache Erinnerung an all diese Regenbogenfarben. Doch ich spüre, wie sie verheilt. Jede Narbe verblasst eines Tages, verschwindet schließlich ganz.
Und ich spüre, dass auch ich mich langsam verwandle.
Aschgrau.
Ich gehe über den Marktplatz, vorbei an dem großen Brunnen mit den seltsamen Eisenstäben, aus denen das Wasser spritzt, vorbei an den Obdachlosen, die, in aschgraue Lumpen gewickelt, auf dem Boden sitzen und ins Nichts starren.
Vorbei an allem.
Vorbei an allem.
Mein Blick schweift über die eintönigen Menschenmassen, ohne wirklich etwas wahrzunehmen. An einem Kindergesicht bleibt er hängen. Es tut mir Leid, wie es so da steht, etwas einsam und blass. Wie muss es sein, niemals etwas anderes gesehen zu haben als diese graue Welt? Vermutlich weiß es nicht, was hier vor sich geht, weiß nicht, dass alles anders sein könnte, dass es einmal anders war.
Es geht zur Schule, isst, trinkt, atmet... und doch lebt es nicht. Eines Tages wird es genauso enden wie wir alle.
Aschgrau.
Es geht zur Schule, isst, trinkt, atmet... und doch lebt es nicht. Eines Tages wird es genauso enden wie wir alle.
Aschgrau.
Und dennoch versuche ich weiterhin zu hoffen, während ich durch die Straßen der Stadt gehe, auf der Suche nach etwas, das längst nichtmehr existiert.
© Laura R./ "Gewitterkind", Friedrichshafen Oktober 2009
Es würde mich freuen, wenn ihr mor eure Meinung dazu schreiben würdet. Seid ruhig kritisch, aber bitte konstruktiv.
Liebe Grüße. :)
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